13.11.2017

Siegfried Panske leitete sein 2750 Spiel als Schiedsrichter

Eine bislang einzigartige Leistung wurde kürzlich im Heidekreis geehrt. Siegfried Panske (SG Wintermoor) pfiff mit der Kreisliga-Partie TSV Wietzendorf gegen SVE Bad Fallingbostel sein 2750. Spiel in seiner 48-jährigen Karriere als Schiedsrichter.

Sein Debüt mit der Pfeife feierte der damals 24-Jährige am 9. August 1970 beim Gesellschaftsspiel zwischen der SV Veersetal und Barnstedt (4:0). In der Folge leitete Panske im Schnitt mehr als 50 Spiele pro Jahr, wobei er seinen Spitzenwert 1986 mit 78 Partien erreichte. Bis in die damalige Landesliga schaffte es das fast 40-jährige Mitglied des Kreisschiedsrichter-Ausschusses Anfang der 1980er-Jahre als Referee. An der Linie schwenkte er sogar eine Klasse höher in der Verbandsliga die Fahne. Dies tat er auch bei seinem Karrierehöhepunkt am 28. August 1982: Vor 6000 Zuschauern im Eckernworthstadion gehörte er mit dem Soltauer Bernd Minor und dem Bremer Hans-Joachim Osmers zum Unparteiischengespann, das die DFB-Pokal-Begegnung zwischen Germania Walsrode und dem 1. FC Nürnberg (0:3) leitete. Diese Begegnung war aber nicht die einzige, in der es der ehemalige Libero, der für den TV Jahn Schneverdingen, die SV Schülern und die SG Wintermoor aktiv war, mit Profis zu tun hatte. Thomas Häßler, Bernd Dreher (beide für die Bundeswehr-Nationalmannschaft von 1986) sowie das Erstliga-Team von Werder Bremen beim Freundschaftsspiel 1976 gegen die SV Schülern gehörten zu den namhaftesten Akteuren.

Seine langjährige Karriere wurde auch durch zahllose Ehrungen begleitet, wobei die Goldene Ehrennadel des Niedersächsischen Fußballverbandes (2013) und des Kreisfußballverbandes (2005) die herausragenden Auszeichnungen sind. Eine bisher einmalige Ehrung ließ sich der Kreisschiedsrichter-Ausschuss im Jahr 2014 einfallen, als der damalige Vorsitzende Karl-Ernst Bockelmann die „Goldene Pfeife“ verlieh. Sein 1000. Spiel leitete Siegfried Panske 1989, sein 2000. dann 2007. Wie gewaltig diese Leistung von 2750 Spielen ist, wird durch ein kleines Zahlenspiel deutlich: 2750 Spiele (im Schnitt 80 Minuten pro Partie, denn es waren ja nicht nur Herren-Partien) bedeuten 153 Tage nonstop Fußball für den passionierten Sammler von Vereinsnadeln – derzeit besitzt er rund 1000 Stück. „Im Schnitt hat er alle sechseinhalb Tage ein Spiel geleitet“, meinte Kreisschiedsrichter-Obmann Gerrit Ludwig.
„So lange ich weiterhin so großen Spaß daran habe, es meine Gesundheit und meine Fitness zulassen, werde ich noch weiter pfeifen“, betonte Siegfried Panske, der seine Prüfung am 28. November 1969 ablegte. Sein großes Ziel lautete daher auch, „den 28. November 2019 als aktiver Schiedsrichter zu erreichen, denn dann wäre ich 50 Jahre Schiri“.


Foto:
Siegfried Panske wurde vor seinem 2750. Spiel vom Vorsitzenden seines Heimatvereins SG Wintermoor, Peter Jantschik (links), und vom Kreisschiedsrichter-Obmann Gerrit Ludwig für seine bislang im Heidekreis einzigartige Leistung geehrt. Der Kreisverband holte die Ehrung im Rahmen seiner Jahresarbeitstagung nach.

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